Memoiren der Led Zeppelin-Legende: Buchvorstellung mit Jimmy Page
Anzeige von Dussmann:
Machen Sie sich bereit! Jimmy Page, Gründer und Chefdenker der Kult-Band Led Zeppelin, kommt in das KulturKaufhaus! Im Gepäck hat er die englischsprachige Neuauflage seiner fotografischen Autobiografie. Im Gespräch mit radioeins-Moderator Helmut Heimann berichtet Jimmy Page von seiner musikalischen Reise zum Weltruhm und warum er sein Leben in 600 persönlich ausgewählten Bildern erzählt.
Mein Kommentar:
Jimmy Page kam ins Kulturkaufhaus Dussmann, um seine fotografische Autobiografie "Jimmy Page By Jimmy Page" vorzustellen. Wie vorausgesehen, war der Andrang enorm, und es war klug, mindestens 2 bis 3 Std. vorher dort zu sein, auch wenn man damit einiges Stehvermögen beweisen musste. Die Sitzplätze an der Kulturbühne waren knapp bemessen und im Nu besetzt. Man konnte jedoch an den Seiten und im hinteren Bereich stehen.
Jimmy wurde mit großem Applaus begrüßt und von RadioEins Moderator Helmut Heimann interviewt, von dem man sich gewünscht hätte, dass er weniger selbst geredet hätte und statt dessen den guten Jimmy einfach erzählen ließe .... Je länger der Abend, desto nerviger empfand ich es und stand damit nicht allein. Jimmy nahm es mit Humor, gegen die Ironie bei einigen Antworten war der Moderator offensichtlich immun. Einige Fotos aus Jimmys Bildband wurden auf der Leinwand gezeigt und von ihm kommentiert. So zum Beispiel erfuhr ich, dass er in seiner Zeit als junger Studiomusiker ca. 1961 in Berlin bei einer Aufnahme von Caterina Valente mitwirkte. Die fertige Aufnahme habe er jedoch niemals gehört. Dann ging es weiter mit Fotos und Berichten aus seiner Yardbirds-Zeit. Diese Band brachte bekanntlich die 'Holy Trinity' der britischen Gitarristen hervor (Eric Clapton, Jeff Beck, Jimmy Page - in dieser Reihenfolge). Nach einigen Musikerwechseln wurden aus der Band die 'New Yardbirds', und schließlich die Supergruppe Led Zeppelin - der Rest ist Geschichte, die jeder kennt.
Das letzte Led Zeppelin Konzert in Deutschland fand übrigens in Berlin statt, woran er sich noch gut erinnerte.
Dann plazierte man Jimmy an einen Tisch, und man stand mit dem Buch an, um es sich signieren zu lassen. Signieren? Nicht direkt, es wurde gestempelt. Jimmy signiert seit Jahren nicht mehr, und für diesen Anlass wurde ein exklusiver Stempel mit dem Aufdruck "Berlin 23.10.2014" verwendet. Sobald ich mich dem Signiertisch näherte, nahm mir ein hilfreicher Dussmann-Mitarbeiter das Buch ab, schlug die zu stempelnde Seite auf und legte das Buch 'mundgerecht' Jimmy vor, nachdem er gewissenhaft meinen Kassenbon kontrolliert hatte, um sicherzustellen, dass ich es hier und heute käuflich erworben hatte!
Jimmy selbst war überaus nett und freundlich, er stand auf, "nice to meet you" und gab die Hand. Auf meine Bemerkung, dass er wegen der knappen Zeit nur relativ wenig erzählen konnte, ich jedoch gern mehr gehört hätte, erwiderte er "I have a lot more to tell" - und das glaube ich gerne. Dann noch ein kleiner Wortwechsel über seine Anfänge (ähnlich einer Unzahl von britischen Musikern) in der 2 I's Coffee Bar in Soho ("Birthplace of British Rock'n Roll"), was ihm ein Lachen entlockte und die Bemerkung, dass er damals ein sehr junger Spund von 17 oder 18 gewesen sei. Höfliches Bedanken, Verabschieden, und das wars. Ich konnte noch einige Fotos machen, die Schlange war nicht wesentlich kürzer geworden, und Jimmy stempelte fleißig weiter.
In der Menge befanden sich wie üblich einige bekannte Gesichter, schön Uwe dort zu treffen und einige andere Musikfans, mit denen man sich austauschen konnte. Kleiner Wermutstropfen: die vielen mitgebrachten CDs, Alben, Bücher, Fotos wurden leider nicht signiert, jedoch alles in allem war es ein überaus interessanter Abend.









