Nancy Wilson (20.02.1937 - 13.12.2018)
US-amerikanische Jazz-Sängerin und mehrfache Grammy-Preisträgerin.
Amos Oz (04.05.1939 - 28.12.2018
Amos Oz war ein israelischer Schriftsteller, Journalist und
Intellektueller. Sein literarisches Werk umfasst eine Reihe von Romanen,
Erzählungen, Essays und Kinderbüchern, die in 36 Sprachen
übersetzt wurden, was ihn noch vor Ephraim Kishon und Uri Orlev zum meistübersetzten israelischen Autor macht.
Das Buch 'Im Lande Israel' habe ich seit Jahren, für jeden Israel-Freund und Kenner ist es ein MUSS.
Ray Sawyer (01.02.1937 - 28.12.2018)
Dr Hook's Ray Sawyer has died, aged 81. Ray Sawyer found fame with Dr Hook & the Medicine Show in the
1970s, and sang lead vocals on their hit 'Cover of Rolling Stone'. He joined Dr Hook back in 1969, two years after he lost an eye in a car accident.
Dies ist ein privater Blog, der sich überwiegend mit Konzertberichten und Musik-News meiner Lieblingsbands, Tourdaten und Fotos befasst. Darueber hinaus enthält er Berlinerisches und eine Mixtur aus diesem oder jenem - eben MISCHMASCH.
Posts mit dem Label Israel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Israel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
28 Dezember 2018
23 August 2018
Bundesverdienstkreuz für Lea Fleischmann
Bundesverdienstkreuz für Lea Fleischmann
Die Schriftstellerin wird für ihre Bemühungen um das deutsch-jüdische Verständnis ausgezeichnet. Habe ihre zum Teil humorvollen Bücher immer sehr gerne gelesen und dabei häufig Parallelen zu meiner eigenen Israel-Zeit entdeckt.
Aktualisiert am 23.08.2018, 17:08
28 Oktober 2012
Shlomit
At an Albert Lee & Hogan's Heroes gig at L'Inoui Luxemburg in 2012, I met Paul's (the owner) wife Shlomit Butbul, who is from Haifa in Israel and a performer in her own right, thanks for chatting and looking after me! Later the couple was kind enough to give me Shlomit's latest album TEHORA (which means 'pure') as a souvenir. Well worth to be checked out and if you see her perform in your neck of the woods, please go and check her out.
This is a description from her website (in German only):
"Shlomit Butbul ist in Haïfa Israel geboren, in Wien aufgewachsen. Nach Abschluss ihres Studiums Magna cum Laude am Konservatorium der Stadt Wien arbeitet sie in vielen nationalen und internationalen Produktionen in den Bereichen Musik, Theater und Film. Sie hat vier CD-Aufnahmen unter eigenem Namen herausgebracht.
Butbul singt hauptsächlich auf Hebräisch, ihrer Muttersprache. – In Luxemburg hat sie das L’Inouï Café-Concert Café-Théâtre geschaffen, eine kleine aber feine international renommierte Kulturbühne mit 220 Veranstaltungen im Jahr. Mittlerweile Mutter von drei Kindern wurde der Lebensmittelpunkt nach Eisenstadt verlegt.
Sie spielte die Dolly, die Dulcinea, die Sally, die Rösslwirtin… War engagiert am Grazer Opernhaus, Volkstheater Wien, Theater der Jugend Wien, Stadttheater Baden, Kabarett Simpl , Bolschoi Theater Moskau, Grand Théatre Luxemburg,… Zur Zeit spielt sie ihr Soloprogramm „Es ist was es ist“ nach Erich Fried im Odeon Theater in Wien. Shlomit Butbul bewegt sich weiterhin auf vielen verschiedenen kulturellen Ebenen und ist dabei stets bedacht sich selbst treu zu bleiben."
More on her website click here
19 August 1990
Eine Reise in die Vergangenheit: Leipzig kurz nach der Wende - 19 August 1990
Leipzig im August 1990
Leipzig ist die Heimatstadt meiner '"Adoptivmutter" Ruth Salzer (die früher Inge-Ruth Einschlag hieß). Sie ist dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Ihren sächsischen Akzent ist sie über all die vielen Jahre niemals ganz losgeworden; sie konnte ihn nicht verbergen, auch wenn sie Englisch sprach. Ihr Hebräisch war fantastisch, sie arbeitete sogar als Übersetzerin, aber beim Sprechen ließ sich das Sächsische ebenfalls nicht ganz unterdrücken ;-).
Im Jahre 1990 habe ich mit ihr, ihrer Tochter Elischewa und ihrem Enkel Dedi von Berlin aus eine Fahrt nach Leipzig unternommen, da sie die Stadt noch einmal sehen wollte - eine Reise in ihre Vergangenheit.
Im Ortsteil Gohlis haben wir sofort ihr altes Wohnhaus gefunden, ebenso ihre alte Schule. Auf der Haustafel im Treppenaufgang des Wohnhauses konnte sie sich noch an einige Namen erinnern. Ebenso konnte sie sich genau an die Straßenzüge erinnern; damals hatte sich auch nicht viel verändert. Vor der Schule traf sie sogar noch eine ehemalige Schulsekretärin und unterhielt sich mit ihr und anderen Leipzigern.
Die Stadt Leipzig sah damals - kurz nach der Wende - wirklich noch mausgrau aus, es war schon ein wenig bedrückend. Für Ruth/Inge war es eine sehr emotionale Reise, da sie bereits als junges Mädchen im Jahre 1933 in das ehemalige brit. Mandatsgebiet ausgewandert war. 1937 kehrte sie noch einmal kurz nach Leipzig zurück, um ihre Eltern herauszuholen. Später war eine Leipzig-Reise wegen des Eisernen Vorhangs nicht mehr möglich.
Sie hat nach Rückkehr in ihre Heimat Israel einen Bericht für die dortige Gruppe der "Ehemaligen Leipziger" geschrieben, den ich rekonstruiert habe. Das Fax, was sie mir geschickt hatte, war schon ein wenig verblaßt, ich glaube aber, dass die wesentlichen Aussagen erhalten sind.
Ich war für Ruth so etwas wie ihre dritte Tochter und habe nur die besten Erinnerungen. Daher möchte ich diesen Bericht unbedingt aufheben.
_________________________________________________________
WIR UND LEIPZIG
Probleme des Verhaltens, des Verhältnisses und der Beziehung
Mit diesen Begleitworten schickte uns Inge Salzer, geborene Einschlag, folgenden Beitrag:
Leipzig, meine Geburtsstadt, ist heute für mich eine Stadt wie jede andere Stadt, die ich im Lauf der Jahre besucht habe. Einige Erinnerungen sind geblieben, und die ersten neunzehn Jahre meines Lebens, die ich dort verbracht habe, haben ihren Stempel hinterlassen, aber den Begriff „Heimat“ kann ich damit nicht verbinden.
Die Erziehung, welche wir in der Schule erhalten haben – die „Gaudigschule“ war eine gute Schule – hat unsere Persönlichkeiten geprägt, ohne damit sagen zu wollen, daß sich auch alles Gelernte und Wissenswerte erhalten hat. Zu viel haben wir damals erlebt, und in den auf die Auswanderung folgenden Jahren hatten wir andere Sorgen, als an Wissenschaften zu denken, die wir mit großem Fleiß und dank der Ausdauer unserer Lehrer erworben hatten.
Leipzig war eine Stadt, welche viel an Kultur zu bieten hatte, und wer nur irgendwie interessiert war, konnte viel Freude daran haben und viel Nutzen daraus ziehen.
Ich selbst hatte das Glück, in einer Familie aufzuwachsen, für die Musik eine Lebensnotwendigkeit war: mein Großvater war Mitglied des Leipziger Männergesangvereins, eine Tante Klavier- und Gesanglehrerin (mit einem sehr schönen Mezzosopran). Leider hat es bei mir nur zu einer platonischen und lauschenden, keiner ausführenden Liebe zur Musik gereicht. Ein Bruder meines Vaters, Eduard Einschlag, war ein bekannter Kunstmaler und Mitbegründer des Leipziger Künstlervereins, ein Onkel meines Vaters, Viktor Armhaus, war vereidigter Dolmetscher am Reichsgericht für nicht weniger als 24 Sprachen !
Meine
Kindheit verlief sehr schön. Fast die gesamte Familie mütterlicher- und
väterlicherseits war in Leipzig konzentriert, und als einziges Kind
meiner Eltern wurde ich von den zahlreichen Tanten, Onkel und Vettern
sehr verwöhnt, erhielt viel Liebe und hatte während und nach dem 1.
Weltkrieg ..............
Der zionistische Jugendbund I.P.D. nahm alle meine Freizeit in Anspruch, und ich bin ihm dankbar, denn er war der Rettungsanker, der mir ermöglichte, 1933 ein Chaluz-Zertifikat zu erhalten und im November desselben Jahres nach dem damaligen Palästina auszuwandern und mich dadurch vor den Klauen der Nazis zu retten.
1937 fuhr ich noch einmal nach Leipzig, insbesondere um nach meinen Eltern zu sehen, die sich nicht entscheiden konnten, auszuwandern), und um ihnen ihre anderhalbjährige Enkelin „vorzuführen“.
Ein sehr freundlicher Beamter, ein „gemiedlicher“ Sachse, bei dem ich mich am Einwohnermt anmelden mußte, weil ich etwas mehr als zwei Monate bleiben wollte, sagte mir mit typisch sächsischer Gemütsruhe „Na, sach’n Se mal, Baläsdina soll doch furchbar heiß sein. Wollen Se denn nich wieder nach Hause gommen?“
Eine Einladung zur Gestapo regte mich nicht sehr auf. Ich war mir ganz einfach der Gefahr nicht bewußt. Und damals glaubten wir ja noch, dass die deutsche Staatsangehörigkeit Sicherheit bedeute. Erst als ich nach einer verhältnismäßig kurzen „Audienz“ die Höhle des Löwen verlassen hatte, bekam ich - nachträglich - ein gewaltiges Herzklopfen.
Schon damals war mir Leipzig eine fremde Stadt, und zwar noch vor den schlimmsten Ereignissen, der Vertreibung der polnischen Juden und der „Kristallnacht“.
Ein kurzer Besuch von ein paar Stunden von Berlin aus vor einigen Jahren bestätigte meine Befürchtungen. Ich kam in eine Stadt, die ich gewissermaßen als Touristin besuchte. Das Haus, in dem ich aufgewachsen war, sah noch genau so aus, wie ich es verlassen hatte, vielleicht etwas ramponiert und älter geworden – wie ich selbst ja auch – aber alles andere war mir fremd.
Keine Menschen, mit denen man etwas Gemeinsames hatte, mit denen man frohe Jugenderinnerungen austauschen konnte. In der Innenstadt ein vollkommen anderes Bild. Nur der Hauptbahnhof war keine Enttäuschung. Sonst nichts, mit dem man sich identifizieren konnte. Da wir damals schon fast ein Jahr nach dem Fall der Trennungsmauer waren, gab es in der grauen vernachlässigten Stadt schon einige Lichtpunkte und Farbkleckse an wenigen hergerichteten Gebäuden. Ja, die Stadt fing an, wieder aufzuleben, mit einer Fülle an Geschäften mit Lebensmittelangeboten, sehr gutem Kuchen und Kaffee im Informationszentrum, aber irgendwie war es seltsam,all die neuen Gebäude zu sehen, die mir nichts mehr sagten, . Nein, das ist nicht mehr meine Heimatstadt!
13 Juli 1989
Israel Bilder von verschiedenen Aufenthalten - 1981 bis 1989
Israel Holiday 1981 + 82
My very first visit to Israel. Many more should follow.
No photos this time, just some postcards of the beautiful country.

Another summer holiday in Israel.
Just a few low-key photos taken with a quicksnap & some postcards and prints. Lots of trips around the country in scorching hot weather.
Israel Holiday Nov / Dec 1986
Kombi-Urlaub im Kibbutz Palmachim bei Ruthi, die zwischenzeitlich ihr Haus in Tel Baruch aufgegeben hatte und in den Kibbutz übersiedelt war. Palmachim war meine "home base" und Ausgangspunkt für viele Ausflüge, z.B. nach Nathanya, Haifa, Herzliyah zu den Greenbergs und vieles mehr.
Dann gab es ein Wiedersehen mit meiner Ex-Kollegin Anat und ihrem Mann . Zwischendurch habe ich einige Tage in Rosenthals Büro ausgeholfen, der alten Zeiten willen und um etwas Taschengeld dazuzuverdienen.
Israel Urlaub vom 15. Juni - 13 Juli 1989
- Kibbutz Palmachim "Standquartier"
- Jerusalem
- Gedera
- Museum Ha'aretz, Tel Aviv
- Haifa
- Drusendorf - Kinnereth (See Geneuareth)
... und vieles mehr.
My very first visit to Israel. Many more should follow.
No photos this time, just some postcards of the beautiful country.

Just a few low-key photos taken with a quicksnap & some postcards and prints. Lots of trips around the country in scorching hot weather.
Israel Holiday Nov / Dec 1986
Kombi-Urlaub im Kibbutz Palmachim bei Ruthi, die zwischenzeitlich ihr Haus in Tel Baruch aufgegeben hatte und in den Kibbutz übersiedelt war. Palmachim war meine "home base" und Ausgangspunkt für viele Ausflüge, z.B. nach Nathanya, Haifa, Herzliyah zu den Greenbergs und vieles mehr.
Dann gab es ein Wiedersehen mit meiner Ex-Kollegin Anat und ihrem Mann . Zwischendurch habe ich einige Tage in Rosenthals Büro ausgeholfen, der alten Zeiten willen und um etwas Taschengeld dazuzuverdienen.
Israel Urlaub vom 15. Juni - 13 Juli 1989
- Kibbutz Palmachim "Standquartier"
- Jerusalem
- Gedera
- Museum Ha'aretz, Tel Aviv
- Haifa
- Drusendorf - Kinnereth (See Geneuareth)
... und vieles mehr.
02 April 1985
Meine Israel Zeit 1982 - 1985
Ich war dann mal wech ...
Von Ende 1982 bis Anfang April 1985 habe ich in Israel gelebt und gearbeitet. Das bedeutete unvergessliche Erlebnisse, Eindrücke über Land und Leute, interessante Jobs und Nebenjobs, gute Freunde - teilweise fürs Leben, von denen einige "fast" Familie wurden und vieles mehr. Der Stoff würde sicher für ein ganzes Buch ausreichen. Einiges davon habe ich dokumentiert und mit wenigen Fotos in einem FlickR-Album festgehalten. Zwischendurch bekam ich auch Besuch aus der Heimat, meine Schwestern Karin und Jutta und dann nochmal Jutta mit Stefan.
Anfang April 1985 hieß es dann schließlich "Bye bye Tel Aviv - hello Berlin". Die letzten Tage verbrachte ich bei meiner "Adoptivmutter" Ruth in ihrem schönen Haus in Tel Baruch, und dann ging es mit einem lachenden und einem weinenden Auge zum Flughafen in ein anderes Leben, zunächst zu Jutta nach Berlin.
Die Verbindung zu diesem einmaligen Land, meinen Freunden und angeheirateter Familie ist natürlich niemals ganz abgerissen, und ich sollte noch oft wiederkommen bzw. erhielt Besuch in Berlin, darunter auch von meinem ehemaligen Chef M. Rosenthal.
Ausflug zum Banias
Erinnerung an meine Israel-Zeit: Im Sommer 1984 haben wir mit unserer Ulpan-Klasse einen Ausflug zum Banias gemacht. Banias ist einer der Quellflüsse des Jordan, sehr schöne Landschaft und durch das Wasser angenehm kühl.
Eine Einladung der besonderen Art ...
beim Ex-Kanzler Kohl in den Tel Aviv Fairgrounds - 26 Januar 1984
Dank meiner Freundin Margit, die damals bei der Deutschen Botschaft Tel Aviv arbeitete, habe ich diese Einladung bekommen, u.a. auch weil der Verband in Tel Aviv, für den ich tätig war, sich mit den Belangen der Verfolgten des Dritten Reichs befasste und dies ein besonderes Anliegen des damaligen Bundeskanzlers Kohl war. Ausgerechnet unseren Chef und Vorsitzenden M. Rosenthal hatten sie vergessen einzuladen, das liess sich aber noch kurzfristig regeln, ebenso für seinen Stellvertreter M. Drori, der unbedingt dabeisein wollte. Herr Rosenthal und ich haben nachmittags im Büro noch schnell ein Schreiben für H. Kohl entworfen, das er ihm beim Empfang persönlich übergab (Inhalt: ein Situationsberich, wie mit den Entschädigungsverfahren der ehemaligen Verfolgten aus dem Dritten Reich bei deutschen Behörden umgegangen wird und was man evtl. verbessern könnte, um die Verfahren zu beschleunigen).

Der Einlass war verständlicherweise streng gehalten, jede Menge Security, Taschen- und Ausweiskontrollen. Kohl erschien zum Empfang mit erheblicher Verspätung; die Leute glaubten gar nicht mehr, dass er überhaupt noch käme, aber schließlich erschien er doch noch mitsamt Bodyguards und in Begleitung seiner damaligen Frau Hannelore.
Es gab reichlich zu essen und zu trinken, das deutsche Fernsehen war ebenfalls vertreten und erstellte eine Reportage für die Sendung 'Bericht aus Bonn'. Einer der Bodyguards hat mir dann noch eine Fotomappe über Kohl überreicht (ist leider während meiner Israel-Zeit verlorengegangen), und ein Autogramm bekam ich ebenfalls, obwohl ich gar nicht dafür angestanden hatte ... letzteres hat meine diversen Umzüge gut überstanden, und es befindet sich heute noch in meinem Besitz.
Bye-bye Tel Aviv .....
Mein letzter Tag in Israel, Ende April 1985 in Tel Baruch, vor Ruths Haus. Kurz nach diesem Erinnerungsfoto sind wir zum Flughafen gefahren - es ging zurück nach Deutschland nach knapp 3 Jahren - Richtung Berlin !
Von Ende 1982 bis Anfang April 1985 habe ich in Israel gelebt und gearbeitet. Das bedeutete unvergessliche Erlebnisse, Eindrücke über Land und Leute, interessante Jobs und Nebenjobs, gute Freunde - teilweise fürs Leben, von denen einige "fast" Familie wurden und vieles mehr. Der Stoff würde sicher für ein ganzes Buch ausreichen. Einiges davon habe ich dokumentiert und mit wenigen Fotos in einem FlickR-Album festgehalten. Zwischendurch bekam ich auch Besuch aus der Heimat, meine Schwestern Karin und Jutta und dann nochmal Jutta mit Stefan.
Anfang April 1985 hieß es dann schließlich "Bye bye Tel Aviv - hello Berlin". Die letzten Tage verbrachte ich bei meiner "Adoptivmutter" Ruth in ihrem schönen Haus in Tel Baruch, und dann ging es mit einem lachenden und einem weinenden Auge zum Flughafen in ein anderes Leben, zunächst zu Jutta nach Berlin.
Die Verbindung zu diesem einmaligen Land, meinen Freunden und angeheirateter Familie ist natürlich niemals ganz abgerissen, und ich sollte noch oft wiederkommen bzw. erhielt Besuch in Berlin, darunter auch von meinem ehemaligen Chef M. Rosenthal.
Ausflug zum Banias
Erinnerung an meine Israel-Zeit: Im Sommer 1984 haben wir mit unserer Ulpan-Klasse einen Ausflug zum Banias gemacht. Banias ist einer der Quellflüsse des Jordan, sehr schöne Landschaft und durch das Wasser angenehm kühl.
Eine Einladung der besonderen Art ...
beim Ex-Kanzler Kohl in den Tel Aviv Fairgrounds - 26 Januar 1984
Dank meiner Freundin Margit, die damals bei der Deutschen Botschaft Tel Aviv arbeitete, habe ich diese Einladung bekommen, u.a. auch weil der Verband in Tel Aviv, für den ich tätig war, sich mit den Belangen der Verfolgten des Dritten Reichs befasste und dies ein besonderes Anliegen des damaligen Bundeskanzlers Kohl war. Ausgerechnet unseren Chef und Vorsitzenden M. Rosenthal hatten sie vergessen einzuladen, das liess sich aber noch kurzfristig regeln, ebenso für seinen Stellvertreter M. Drori, der unbedingt dabeisein wollte. Herr Rosenthal und ich haben nachmittags im Büro noch schnell ein Schreiben für H. Kohl entworfen, das er ihm beim Empfang persönlich übergab (Inhalt: ein Situationsberich, wie mit den Entschädigungsverfahren der ehemaligen Verfolgten aus dem Dritten Reich bei deutschen Behörden umgegangen wird und was man evtl. verbessern könnte, um die Verfahren zu beschleunigen).

Der Einlass war verständlicherweise streng gehalten, jede Menge Security, Taschen- und Ausweiskontrollen. Kohl erschien zum Empfang mit erheblicher Verspätung; die Leute glaubten gar nicht mehr, dass er überhaupt noch käme, aber schließlich erschien er doch noch mitsamt Bodyguards und in Begleitung seiner damaligen Frau Hannelore.
Es gab reichlich zu essen und zu trinken, das deutsche Fernsehen war ebenfalls vertreten und erstellte eine Reportage für die Sendung 'Bericht aus Bonn'. Einer der Bodyguards hat mir dann noch eine Fotomappe über Kohl überreicht (ist leider während meiner Israel-Zeit verlorengegangen), und ein Autogramm bekam ich ebenfalls, obwohl ich gar nicht dafür angestanden hatte ... letzteres hat meine diversen Umzüge gut überstanden, und es befindet sich heute noch in meinem Besitz.
Mein letzter Tag in Israel, Ende April 1985 in Tel Baruch, vor Ruths Haus. Kurz nach diesem Erinnerungsfoto sind wir zum Flughafen gefahren - es ging zurück nach Deutschland nach knapp 3 Jahren - Richtung Berlin !
Abonnieren
Posts (Atom)





